Wednesday, June 25, 2008

Montenegro – Kroatien
25.4. bis 12.5.2008
Margit und Erich Dirnberger
Melitta Koinegg und Franz Partl





1. Tag: Freitag: 25.4.2008:
Pünktlich wie die Uhr treffen Margit und Erich um 12 Uhr bei uns ein. Leider fehlen bei uns noch ein paar Feinheiten, daher fahren wir erst um 12 Uhr 11 ab. Unsere Route geht über Langegg, Marburg und über das grausige Stück ohne Autobahn bis zur kroatischen Grenze.
Dieses Stück Fahrt war schon vor vielen Jahren ein Nadelöhr, es wird Zeit, dass hier mal ausgebaut wird. Nach 100 Kilometern haben wir die Grenze erreicht und um 14 Uhr 19 sind wir bereits auf der Autobahn. Heute haben wir keine Zeit zum trödeln, wir wollen nur pünktlich Rijeka erreichen, daher bleiben wir die ganze Strecke auf der sonst so verhassten Autobahn. Bis auf einen kurzen Tankstopp mit Wassertrinken und – lassen, streben wir unserem Ziel entgegen.
Wir erreichen es auch bereits um 17 Uhr. Leider erwischt uns genau hier, wo wir es am wenigsten erwarten der große Regen, wir drehen noch eine Ehrenrunde in Rijeka, bis wir den Hafen der Jadrolinja entdecken. Man darf noch nicht an Bord, daher stellen wir die Mopeds schon mal am Hafengelände ab und kehren im Selbstbedienungsrestaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein, um unser verspätetes Mittagessen einzunehmen. Es gibt zerkochte Nudeln mit lauwarmer Tomatensauce, zwei angegammelten Salaten, Bier, Kaffee, einem Tiramisu und einer Kremschnitte, alles zusammen um 11 Euro. Es wird das einzige wirklich günstige Essen in Kroatien bleiben. Um 18 Uhr lässt man uns auf der Marco Polo einchecken. Die Mopeds bekommen ein schönes Stellplätzchen und wir siedeln uns in zwei der schmuddeligen Kabinen an.
Um 20 Uhr 7 heißt es „Leinen los“. Wir schmausen die Jause der Dirnbergers und trinken das Karlovac Bier von der Bar. Nach vollbrachter Tat gibt es auch noch den Schnaps vom Gustl. Um 0 Uhr 30 begeben wir uns in unsere Klausen und legen uns schlafen.
Gefahrene KM: 330 km
2. Tag: Samstag: 26.4.2008:
Um 8 Uhr stehen wir auf, denn es gibt um 8 Uhr 30 Frühstück. Das Restaurant „Amfora“ ist recht nett, mit Blick auf das Meer natürlich.
Es gibt Müsli, Kaffee, Tee, Brot, Käse und Eierspeis. Um 11 Uhr 30 legen wir in Korcula an und genießen den Blick auf Korcula Stadt. Wir dürfen nochmals an der Jause der Dirnbergers teilhaben und legen um 14 Uhr 30 in Dubrovnik an.
Kaum haben wir unsere Mopeds aus dem Schiffsbauch herausgerollt, sind wir schon von Zimmerkeilern umringt. Jeder hat genau das was wir suchen.
Zuerst fahren wir mit einer Mutti mit, die uns sehr schöne Fotos von Ihren Appartments zeigt, leider sollten wir die Fahrzeuge auf einem Supermarktparkplatz abstellen. Das ist zuviel. Als wir das Gelände verlassen, wartet schon der nächste Keiler auf uns. Er meint, er hat schon vorher gewusst, dass wir diese Unterkunft nicht mögen werden, deshalb ist er uns nachgefahren.
Er bringt uns zu einem Appartmenthaus, das zwar einen wunderschönen Blick auf die Altstadt hat, aber auch keine richtige Parkgelegenheit, nur neben der Straße. Diesmal ziehen wir auf eigene Faust los, bei so einem großen Zimmerangebot, wird wohl etwas für uns dabei sein. Die Touristeninformationen haben leider um diese Zeit nicht mehr geöffnet. Als wir Richtung Zentrum kommen, spricht Erich eine Dame an und die hat natürlich auch gleich eine Freundin mit einer Wohnung und Abstellplätzen. Alles ist sehr zentral gelegen und nicht teuer. Wir quartieren uns gleich für 2 Nächte ein und marschieren los. Wir sind sehr entzückt von der Altstadt und wollen uns morgen nochmals genauer umsehen. Im Hafen essen wir zu Abend: es gibt Muscheln, Kalamari, Salate, Oliven und Bier und Prosek. Beim Abendspaziergang zur Kathedrale essen wir noch Schleckeis. Beim Nachhauseweg, kehren wir in einer Seitengasse in einem Lokal ein um noch Wein zu trinken.
gefahrene KM: 9 km
3. Tag: Sonntag: 27.4.2008:
Heute frühstücken wir im Café Celi an der Stradun, das ist der Hauptplatz.
Es gibt Toast s sirom (mit Käse), zeleni caj (Grüntee) und für Franz ein Omelett und Cafè. Wir sehen uns das Piletor mit dem Onofriobrunnen an, machen einen Rundgang auf der Stadtmauer, besichtigen das Franziskanerkloster mit der alten Apotheke und lassen uns dann in der Pizzeria Roko bei Bier und Lasagne und Etna Pizza nieder. Am Nachmittag spazieren wir zum Café mit der tollsten Aussicht, das wir von der Stadtmauer aus entdeckt haben und trinken das 3. teuerste Bier von all unseren Urlauben.
Die Nummer 1 war Barcelona mit 8 Euro, dann kam Norwegen mit 100 Schilling für ein kleines Bier und dann dieses hier mit über 4 Euro. Aber die Aussicht ist es wert! Wir wollen nicht jammern. Nach einem nochmaligen Rundgang, gönnen wir uns das Abendessen im Restaurant Arka vor dem Aufgang zur Jesuitenkirche. Für Franz gibt es Tintenfisch vom Rost und für mich vegetarisches Mousaka, das ist ein Gedicht. Wir trinken Wein und Wasser.

gefahrene KM: 0
4. Tag: Montag: 28.4.2008:
Wir frühstücken heute am Vorplatz unserer Zimmer.
Den Tee finden wir in der Küche und die Essköstlichkeiten haben wir uns gestern in einer Konditorei gekauft. Bevor wir abreisen, tanken die Männer die Motorräder auf. Der erste Stopp unserer Weiterreise findet bereits in Cavtat statt. Wir fahren den Promenadenweg entlang bis zum Anschlag. Es ist ein nettes Dörfchen. Danach begeben wir uns gleich zur Grenze nach Montenegro.
Hier fordert man die grüne Versicherungskarte von uns. Franz hat die leider nicht im Tankrucksack, daher müssen wir absteigen und in den Koffern kramen. Da wir die nachfolgenden Leute nicht behindern dürfen, müssen wir uns abseits der Schlange aufstellen. Erich erhält von dem Beamten eine Rüge, weil er die Spur gewechselt hat. Das darf nicht sein!
Aber nachdem die Beamten alles bekommen, was sie wollen, lassen sie uns passieren. Als erstes kommen wir nach Herceg Novi, wo wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt machen und uns für die Mittagsrast eindecken. Die Verkäuferin versteht mein Slowenisches „Crni Kruh“ (Schwarzbrot) und folgt mir eines aus. Wir legen uns noch Käse, Schinken, Knobli, etwas Gemüse und Äpfel zu. In der Bucht von Kotor finden wir einen schönen Jausenplatz mit Blick auf die Klosterinseln.
Gestärkt genießen wir die verschiedenen Buchteinschnitte von Kotor. Das sollte man von oben sehen können. Wenn man vom Anfang zum Ende der Bucht mit dem Schiff fährt, dauert es gerade mal eine halbe Stunde, aber wenn man die Straße entlang der Bucht mit dem Moto umrundet, ist man einen halben Tag unterwegs! Perast umfahren wir leider beim ersten Anlauf und Kotor lassen wir voerst auch links liegen.
Wir zielen auf die Villa Ferri, 2 Kilometer nach Kotor. Hier nisten wir uns auf Empfehlung von Hans 2 Nächte ein. Danke Hans, das ist ein toller Tipp! Da das Unterkunftsproblem gelöst ist, und wir keine Ruhe geben können und für Morgen schlechtes Wetter prognostiziert wird, laden wir ab und fahren dann gleich auf den Lovcen. Das ist ein schöner Aussichtsberg mit dem Mausoleum des Dichters Njegos Zuerst geht es aussichtsreich die Haarnadelkurven bergan, bis zu einer Hochebene.
Beim ersten Versuch übersehen wir die Abzweige zum Lovcen, dafür sehen wir andere nette Täler. Aber der Lovcen ist unser eigentliches Ziel, Franz lässt nicht locker, die Sendemasten haben wir schon gesehen. Wir befinden uns schon in der Abfahrtskurve nach Cetinje, als wir umkehren und gleich am Anfang der Abfahrt nach Kotor, biegt ein Singletrail ein,
dem wir folgen. Leider befindet sich ziemlich viel Schotter auf der sonst asphaltierten Straße und mir wird in den engen Kurven bang am Beifahrersitz. Franz sieht das locker und cruist Stück für Stück höher. Die letzten beiden Kurven werden von 2 Meter hohen Schneewechten gesäumt. Wir sitzen ab und setzen die Haube auf, der Wind ist sehr stark. Der Anstieg geht über mehrere hundert Stufen, die durch einen Bergtunnel aufwärts führen. Die Erbauer haben die Treppe klug angelegt. Durch die Wölbung sieht man kein Ende des Tunnels, man glaubt, dass man es sofort erreichen wird, aber dem ist nicht so.
Wir steigen und steigen und Franz rennt. Aber wir kommen alle zum Ziel und zum Mausoleum. Hier muss man einen kleinen Obulus entrichten, aber dafür darf man uneingeschränkt fotografieren.
Der Eingang des Mausoleums wird durch zwei Sphinxen bewacht. Und auf der Rückseite der Gruft befindet sich nochmals ein durch einen Gratweg verbundenen Aussichtsplatz. Hier hat man wirklich tolle Ausblicke in alle Richtungen.
Bergab ist die Treppe durch den Berg bekanntlich nicht so anstrengend. Wir machen uns auf den Rückweg und restaurieren uns in unseren Gemächern der Villa Ferri. Übrigens das Balkonzimmer haben wir durch das Los bekommen. Heute Abend gehen wir zu Fuß nach Kotor.
Es dauert eine gute halbe Stunde, wir kommen an dem heruntergekommenen und verlassen aussehenden Hotel Fjord vorbei. Aber große Wegweiser und brennendes Licht deuten darauf hin, dass doch Gäste drauf reinfallen.
Meistens gibt es keine Fenster, nur kahler Beton ist zu sehen. Der Kommunismus hat zugeschlagen. Wir durchstreifen die traumhaft schöne Stadt Kotor, die als UNESCO Kulturerbe geführt wird und versuchen noch einige Fotos zu ergattern. Leider wird es zunehmend dunkler und wir steuern ein Lokal an, die „Konoba Kantum“. Es gibt eine montenegrinische Vorspeisenplatte, die aus Kaimak (Käse), White Cheese, Oliven und Prsut (Rohschinken) besteht. Nach Hause fahren wir mit dem Taxi und trinken dann im Frühstücksraum 2 mal 4 Pelinkovac. Eine Runde wird vom Chef des Hauses gesponsert.
gefahrene KM: 195
5. Tag: Dienstag: 29.4.2008:
Wir erhalten ein tolles Frühstück, sogar mit meinem Lieblings – Grüntee von Milford, Schinken - und Käseplatte mit Garnitur, aber auch Butter und Marmelade. Heute wollen wir wieder zu Fuß in die Stadt gehen, aber zufällig holt uns ein Bus ein, der uns kostengünstig zum Eingang bringt. Da das Wetter noch nicht schlecht ist, steigen wir den steilen Pfad mit den 1350 Stufen zur Burg hinauf und genießen in 260 Metern Höhe wunderschöne Ausblicke.
Erich findet den besten Platz für unser 4er Foto, nur die Fahne im Hintergrund verursacht mehrere Versuche, sie sollte doch so wehen, dass man sie am Foto in ihrer vollen Pracht sieht!! Wir durchsteigen auch das Loch in der Mauer, um zur kleinen Kirche hinter der Burg zu kommen.
Eine schwarzweiße Kuh und ein vierbeiniger Esel grasen davor. Sie nehmen keine Notiz von uns. Wir sehen im Hintergrund den schönen Pfad, der wahrscheinlich auch dort hinaufführt, wo wir gestern mit dem Moto waren. Das Mittagessen verdienen wir uns redlich und nehmen es in der „La Pasteria“ mit Hilfe von 2 Bieren ein. Wir genießen Bruschetti, Salat, Spaghetti Napolitana und Aglio Olio mit Blick auf die Kathedrale.
Nach dem Mahl fahren wir mit dem Bus nach Perast und wollen uns das Kloster ansehen, aber leider ist das Kloster gar nicht hier, sondern noch einige Kilometer weiter und die beiden Klosterinseln können nicht angesteuert werden, weil es nach Gewitter aussieht.
Wir wollen nicht wieder solange auf den Retourbus warten, zumal wir zum ersten den Fahrplan gar nicht kennen und daher auf der Straße stehen müssten und dort gibt es keinen Unterstand, der beim Losbrechen des Unwetters schützen könnte. Wir fragen eine Reiseleiterin eines Norwegerbusses, der gerade seine Schäfchen einsammelt ganz scheinheilig, ob das ein öffentlicher Bus sei, der nach Kotor fährt.
Die Dame schmunzelt und verneint, aber wir dürfen einsteigen und mitfahren. Franz und Erich sind die einzigen Männer und Margit und ich sind die jüngsten Frauen. Aber es ist ein lustiger Haufen, der während der Fahrt Gesänge anstimmt. Was Franz alles so mitmachen muss. In Kotor angekommen, setzen wir uns in ein mit Schirmen geschütztes Café und trinken Tee und Kaffee. Wir nehmen uns dann ein Taxi und genießen das Abendessen beim Chef des Hauses. Er zaubert für mich einen vegetarischen Teller mit Kräuterkartoffelpüree, Risotto, gebratene Gurken, Tomaten und Champignons.
Auch das T-bone Steak von Franz ist hervorragend. Anscheinend ist der Ausdruck „well-done“ hier kein Begriff, denn als wir versuchen, das zu erklären, kann man an einer Geste des Wirtes erkennen, dass er denkt, wir wollen ihm mitteilen, das Steak gäbe den Männern viel Kraft. Na ja, lassen wir ihm den Glauben. Margit isst einen Thunfischsalat und Erich frische Kalamari, dazu gibt es vino tabolo und kislje voda – alles pipifein. Heute erhalten wir einen Obstteller als Gabe es Hauses. Den Pelinkovac zahlen wir selbst. Es sieht so aus, als ob der Besitzer des Hauses mit seinem alten Herrn die Küche betreibt.
gefahrene KM: 0
6. Tag: Mittwoch: 30.4.2008:
Heute geht es nach dem Frühstück weiter. Während die Männer aufladen, plaudere ich mit der Dame des Hauses,
zumindest hatte ich das angenommen, aber weit gefehlt, sie ist eine Angestellte. Sie fragt mich, wie es uns dabei geht, dass wir Österreicher in der Monarchie hier alles aufgebaut hatten und die Montenegriner hatten dann alle rausgeworfen. Ich versuchte ihr zu erklären, dass wir selbst mit der Monarchie nichts am Hut haben und dass wir schon längst verziehen haben. Sie erzählt, dass sie hier eine schwierige Zeit durchmachen. Es gibt laufend Teuerungen, der Strompreis wurde z.B. in diesem Jahr schon zweimal erheblich angehoben. Die Busunternehmen sind privat und wenn es einem Besitzer einfällt, dass zu einer bestimmten Zeit die Fuhre nicht lukrativ ist, lässt er sie einfach aus. Um dann zur Arbeit zu kommen, muss man sich ein Taxi leisten, aber das kostet verhältnismäßig viel.
Obst und Gemüse wird zum Großteil importiert, obwohl das Klima ja tolle Ernten erlauben könnte, wollen alle nur auf den Zug des Tourismus aufspringen. Dabei hat sie Angst, dass hier die Leute dann auch verdorben werden, wie in Kroatien. Sie ist selbst Kroatin und weiß wovon sie spricht. Die sehen den Touri nur als Geldbeutel, der sich knacken lässt.
Wir fahren durch Tivat und erleben einen Stau hautnah mit. Erich muss die Brieftasche zücken, da er die Sperrlinie überfährt und der Beamte vom Dienst braucht Geld für ein Mittagessen und da keine Quittung ausgestellt wird und der nette Herr auch handeln lässt (von den veranschlagten 30€ auf 10€), fließen die Moneten sicher in seine Taschen.
Wir sehen uns trotzdem Budva an. Es ist eine entzückende kleine Stadt mit vollständig erhaltener Stadtmauer und kleinen Gäßchen innerhalb. Heute ist es sehr heiß, als wir mit den dicken Klamotten durch die Altstadt stiefeln. Wir kaufen uns dann auch gleich in einem Supermarkt in der Nähe des Mopedparkplatzes eine Jause um sie im angrenzenden Park zu verzehren. Für den Parkplatz brauchen wir nicht zu bezahlen, wir werden angewiesen, uns auf den Gehsteig zu stellen und bei der Ausfahrt, als ich dem Platzanweiser Kleingeld zustecken will, winkt er ab.
Nach unserer Jause suchen wir uns Sveti Stefan, das ist die kleine Hotelinsel, die vom Kloster Praskvica sehr schön zu sehen ist. Das Kloster ist sehr idyllisch gelegen und wird von zwei „Bestien“ bewacht, zwei Hunde, die wie wild bellen, aber dann sehr herzig ist. Sie bewachen auch 2 Welpen, die so entzückend sind, dass man sie am liebsten mitnehmen möchte.
Danach sehen wir uns den 200 Jahre alte Olivenbaum bei Stari Bar an und gleich darauf suchen wir den Hügel von Stari Bar, der Ruinenstadt. Unser Quartier wollen wir heute in Ulcinje aufschlagen.
Wir brauchen nicht lange suchen. Als wir an einer Kreuzung halten, hupt uns ein Autofahrer an und meint, er hätte mit unseren Freunden bereits vereinbart, dass er uns ein Quartier zeigen darf. Wir sind diesmal einverstanden und haben heute Glück. Er hat ein moslemisch geführtes Haus, man muss die Schuhe vor der Haustüre ausziehen.
Die Appartments sind ok, die Naßzelle ist zwar nur über den Balkon zu erreichen, aber jedes Zimmer hat seinen eigenen Bereich. Die Kochzeile ist in der Breitseite des überdachten Balkones untergebracht. Ist mal eine ganz andere Anordnung. Wir gehen mal wieder auf Erkundungstour. Der Vermieter hat uns versprochen, dass wir in ein paar Minuten in der Altstadt sind, aber da hat er uns schon wieder angelogen. Wir müssen ganz schön marschieren,
bis wir die Burg und einige Ruinen finden. Nach der Besichtigung suchen wir uns das Lokal „Kalaja“ im Felsen aus. Es liegt am unteren Ende der Altstadt und man sieht auf den Hafen. Die schon von Perast bekannten Ösis mit dem Katamaran speisen hier auch zu Abend. In diesem Lokal helfen alle Familienmitglieder mit. Ein kleiner Bub wird zum Einkaufen geschickt. Die Mama ist in der Küche, die Tochter, einige Söhne und der Papa servieren und der Opa sitzt im Anzug an einem der Tische und überwacht die Situation. Wir sagen, er kassiert am Ende des Abends die Tageslosung. Zwischendurch muss sogar die Oma in der Küche mithelfen. Als wir uns auf den Nachhauseweg machen, ist es schon finster und wir müssen durch einen unbeleuchteten Tunnel. Aber wir kommen lebendig in unserer Hütte an.
gefahrene KM: 121,5
7. Tag: Donnerstag: 1.5.2008:
Das Frühstück nehmen wir heute um 8 Uhr 30 im Garten ein. Es gibt abgepackten Käse, Schafkäse, Streichkäse,
Eier, Gurke, Tomate, Butter und 2 verschiedene Marmeladen aus Argentinien. Wenn man bedenkt, dass hier tolle Früchte wachsen, die man verarbeiten könnte. Die anderen Mitbewohner sind international,
eine Slowenische Motorradgruppe, Polen und Franzosen. Wir fahren heute nach Krute, Vladimir und zum Skhodres See und genießen die Panoramastrecke nach Virpazar. Hier kaufe ich beim Minibauernmarkt eine kleine Flasche Schnaps und wir jausnen im Park von Virpazar. Als Nachtisch kaufe ich noch Süssigkeiten in der Konditorei am Platz. Anschließend gönnen wir uns einen Kaffee bzw. Mineralwasser im kleinen Café am Platz.
Es ist sehr geschmackvoll eingerichtet! Die Runde geht weiter um den Seerosenteich,
leider blühen sie noch nicht, aber die Ausblicke eröffnen sich immer grandioser. Der Teich wird richtig canyonartig und verzweigt. Mitten auf der Strecke befindet sich ein kleines Hotel mit toller Aussicht. Unterwegs kommen wir leider zu einem Unfall: ein Motorrad liegt im Gebüsch, gerade noch vom Absturz in die Schlucht gerettet. Den beteiligten Personen scheint nichts passiert zu sein. Wir kommen nach Rijeka Crnojevica und über Hvrasi nach Podgorica, dem ehemaligen Titograd.
Hier tanken wir die Mopeds voll. Das Kloster Moraca sehen wir uns an und sind begeistert! Die schwarzen Mauern mit den schönen Fresken erinnern uns an die rumänischen Klöster. In Kolasin suchen wir uns für heute ein Quartier. Es hätte ein kleines günstiges Häuschen gegeben, aber ohne Garage, nur mit Freiraumvideoüberwachung. Der Tipp des Reiseführers wäre ein liebes Holzhaus gewesen, aber da ist niemand zu Hause, Garage ist auch keine vorhanden und die Bar ist im alten schmuddeligen Trakt. Das macht keinen ordentlichen Eindruck, daher quartieren wir uns im teureren, aber dafür ganz neuen ( Dez. 2007 ) Hotel Lipka mit Wellness Bereich ein. Franz lässt sich sogar zu einem Saunagang überreden. Danach suchen wir uns ein Essbeisel. Die Pizzeria erschreckt mit sehr lauter Elektronenorgelmusik. Daher suchen wir auch gleich nach dem Essen ( Steak, serbischen Salat und Sliwovitz ) das Weite.
gefahrene KM: 160,9
8. Tag: Freitag: 2. Mai.2008:
Das Frühstück können wir heute im Restaurant im 2. Stock genießen. Das Buffet übertrifft wirklich alle Erwartungen.
Dementsprechend sitzen wir auch ziemlich lange beim Essen. Bei der Abreise bittet uns die Rezeptionistin wieder inständig, die Motos aus dem Keller herauszuschieben, weil der Besitzer das so haben möchte. Das Haus hat zwar keine Garage, aber wenn die Motos geschoben werden, darf man sie in den langen Keller stellen. Wir fahren über Maykovac in das Taratal bis zur Brücke wo man so schön in den Canyon sehen kann. In Zabljak kaufen wir uns in einem Supermarkt eine Jause. Wir fahren nach Slatina und hinunter nach Niksic. Zuvor sehen wir uns noch das wundervolle Kloster Ostrog an.
Hier geht eine schmale an den Abgrund grenzende Serpentinenstraße hinauf zum Felsenkloster. Wir alle sind sehr beeindruckt. Wie schon unser Zimmermädchen in Kotor versprochen hat, hier herrscht Atmosphäre. Alle möglichen Leute pilgern zum Teil barfuß den Fußsteig hinauf. Manche haben Säcke voll Lebensmittel, die beim Eingang zum Allerheiligsten deponiert werden. Das Kloster Ostrog ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche.
Es ist ungefähr 15 Kilometer von Danilovgrad in Richtung Nikšić entfernt. Es liegt am Abhang des Prekornica-Gebirges zur Ebene des Flusses Zeta (Bjelopavlićko-Ebene).
Ostrog ist das heiligste Kloster der in Montenegro und in Serbien lebenden Christen. Es wird jedes Jahr von tausenden Gläubigen besucht.
Das Kloster wurde 1656 vom Metropoliten von Hum und der Herzegowina, Vasilije Jovanović, gegründet, der bis zu seinem Tod im Jahr 1671 dort lebte.
Hier wird der Körper des heiligen Vasilije aufbewahrt. Wir wundern uns zuerst warum die Menschen in der Schlange stehen, um in das Allerheiligste zu kommen, sind dann aber sprachlos.
Anschließend suchen wir uns in Niksic das Kommunistenhotel „Trebjesa“, von dem schon Hans berichtet hat. In Ostrog hätte es nur eine Pilgerherberge gegeben und im Tal im Ort nur ein schmuddeliges, stinkendes Privatquartier. Die Kommunistenburg liegt auf dem Erholungsberg mitten im Wald. Security Leute kümmern sich um die Mopeds. Wir werden über Nacht im Hotel eingesperrt. Zum Abendessen gibt es Tomatensuppe, Raznici, Pommes und gemischten Salat und Erbsenreis. Das fleischige ist für die Männer das Gemüse für Margit und mich. Wir trinken noch genüsslich einige Niksic Biere, wenn es schon hier erzeugt wird, müssen wir es auch hier vernichten. Im Vorraum geben wir und noch den Schnaps aus Virpazar und den vom Gustl.
gefahrene KM: 232,2
9. Tag: Samstag: 3. Mai 2008:
Frühstück gibt es erst ab 9 Uhr. Die blonden Kommunistenfrauen tun vorher nichts. Die zahnlose fragt uns, was wir zum Essen wollen. Wir würden am liebsten sagen, na alles was sie aufgezählt hat, aber leider bekommen wir nur ein wenig Eierspeise und das zusätzliche Brot muss extra bezahlt werden.
Unser Pässe erhalten wir wieder und auch die Anmeldeformulare. Zum ersten Mal auf unserer Reise wurde mein Geburtsort als Familienname identifiziert. Das heißt, Franz und ich heißen in Niksic Knittelfeld. Die Mopeds sind noch unversehrt, also können wir unsere Reise fortsetzen. Wir sind gleich an der Grenze nach Bosnien. Die bosnischen Beamten sind sehr freundlich und sprechen ausgezeichnet Deutsch. Sie möchten nur gerne wissen, wo wir hinfahren und als wir Kroatien erwähnen, sind sie traurig, weil wir nicht bleiben. Eine Kärntner Motorradgruppe reist gerade nach Montenegro ein, die fragen uns natürlich, wie es uns gefallen hat und wie die Straßen beschaffen sind. Sie wollen sich in Budva einquartieren.
Also richtige Biker eben! Wir gondeln Richtung Kroatien über Talbinje und zurück hinunter nach Dubrovnik, wir erhaschen noch einen Blick auf die schöne Altstadt und fahren dann durch auf die Halbinsel Peljesak und quartieren uns in Mali Ston ein. Hier finden wir ein entzückendes Privatquartier, mit Blick auf die Bucht. Heute machen wir wieder eine Wanderung auf die Burg und lassen uns dann im besten Haus in der „Kafetomova Kuca“ in der Bucht zum Wein- Bier – Cafétrinken und Essen nieder. Heute holen wir diesbezüglich alles auf, was wir diesbezüglich bisher versäumt geglaubt zu haben. Es gibt einen Vegetarischen Teller, Kalamari, vom Grill und Nusspalatschinken und noch einen Schnaps am Balkon unserer Luxusherberge.
gefahrene KM: 164,8
10. Tag: Sonntag: 4. Mai 2008:
Heute gibt es leider kein Frühstück. Wir haben leider kein Geschäft entdeckt, wo wir Brot etc. kaufen könnten,
daher wollen wir das Mahl im Hafen einnehmen. Leider hat nur das Hotelrestaurant offen und die verlangen 90 Kuna pro Person!! Daher beschließen wir einfach, weiter zu fahren. Leider gibt es einige nette Lokale, die sich aber nur auf Getränke spezialisiert haben, aber nicht einmal ein Kipferl oder Weckerl anbieten. Wir überlegen uns schon, ob wir uns im Supermarkt die Utensilien holen und uns ins Café setzen. Im nächsten Ort, wird uns der Vorschlag sogar von einem Cafébesucher vorgeschlagen.
Wir decken uns beim Greißler mit Lebensmittel ein und trinken in einem Tschecherl Kaffee und Kakao und bezahlen für alles zusammen einen Bruchteil des Hotelfrühstückes. Bei der nächsten Gelegenheit tanken wir die Mopeds voll und fahren von der Halbinsel Peljesak nach Korcula über. Hier können wir leider nichts besichtigen, weil wir bemerken, dass nur zweimal pro Woche eine Überfahrt nach Hvar stattfindet. Das bedeutet, dass wir entweder sofort weiter fahren oder bis Dienstag warten. Wir beschließen, sofort weiter zu reisen. Ich finde das sehr schade, weil wir uns dadurch
Korcula nicht ansehen können. Die Überfahrt dauert von 12 Uhr 45 bis zur Ankunft in Starigrad um 16 Uhr 45. Wir jausnen unser Mitgebrachtes und liegen in der Sonne. In Starigrad werden wir schon wieder von Zimmerkeiler umringt. Wir fahren aber weiter bis nach Hvar Stadt. Hier gehen Margit und ich zuerst mit einer alten Mutti mit, die uns das Blaue vom Himmel verspricht. Sie hat schöne Appartments, nahe des Zentrums und Abstellplätze im Garten. Wir marschieren und marschieren und dann zeigt sie uns, wo sie wohnt. Das ist ein schöner Fußmarsch mit dem Mopedgewand. Margit schleppt auch noch den Helm mit. Bis auf die Ausstattung der Apartments hat die Omi ja nicht zuviel versprochen. Aber die Einrichtung ist schon sehr abgenudelt und schmuddelig. Also kehren wir wieder zurück. Wir wollen in das Tourismusbüro, doch das hat heute schon wieder zu. Zufällig sitzt ein Taxifahrer im Café nebenan. Er hätte auch Zimmer zu vermieten. Wir fahren mit ihm mit. Er bringt uns wieder zur Stadtgrenze und seine Unterkunft befindet sich gerade im Bau, d. h.
wir müssten durch eine Baustelle steigen, bevor wir in das Zimmer kämen. Nein danke, wir fahren zurück. Nun ist noch der mit dem roten T-Shirt, der beobachtet uns schon seit Starigrad. Er fragt, was wir wollen, weil wir uns schon so viele Apartments angesehen haben. Er kennt alle und er weiß, dass man entweder eine schöne Unterkunft erhält, oder einen schönen Mopedabstellplatz im Garten. Er hätte eine wunderschöne neue Wohnung, aber ein Zimmer ist ein Wohnzimmer mit Ausziehcouch. Das wollen wir auch nicht.
So machen wir uns wieder selbst auf die Suche. Wir drehen eine Runde. Erich sieht in Richtung Burg ein gelbes Apartmenthaus – dort wollen wir hin. Wir umkreisen die Burg und sehen einige schöne Häuser, aber wir versuchen, näher zum Zentrum zu kommen. Bei einem gelben Haus bleiben wir stehen und fragen jemanden.
Obwohl es ein sehr großes Haus ist, gibt es nur ein freies Zimmer. Wir fahren weiter und finden noch ein gelbes Haus. Hier müssen wir die Mopeds zwar am Parkplatz neben der Straße platzieren, doch die Männer sind zufrieden, weil das nur eine kleine Nebenstraße ist. Die Appartments sind auch schön, mit Blick auf die Altstadt. Die Besitzerin spricht deutsch. Ihr Mann lebt noch in Deutschland, weil sie eine Operation vornehmen lassen musste, ist es praktischer, wenn beide einer deutschen Krankenkasse angehören. Sie stammte ursprünglich aus Bosnien, hat hierher geheiratet, lebte viele Jahre auch in Deutschland und ist vor einigen Jahren zurückgekehrt. Eine Tochter studiert in Zagreb. Wir steigen die Stiegen hinunter bis zum Altstadtkern und bummeln durch die Gassen, über den schönen Hauptplatz und am Hafen entlang. Dann suchen wir das Lokal, das die Zimmerwirtin empfiehlt. Es gibt Mediteranen Salat, Dschuvedschreis und gebratene Zuchini. Franz erhält ein Rumsteak. Wir trinken Bier und Franz einen Kaffee.
gefahrene KM: 94,2
11. Tag: Montag: 5. Mai.2008:
Heute Morgen gehen die Männer zum Konzum einkaufen, ich koche Tee und Kaffee, wir stellen Sessel und Tisch auf den Balkon und frühstücken mit Blick auf die Altstadt.
Wir beschließen, heute nach Mostar zu fahren. Leider müssen wir zuerst auf die Zimmermutti warten, weil sie gerade den Einkauf erledigt und die Omi nicht weiß, wo unsere Pässe sind. Ein Nachbar telefoniert und die Mutti taucht auf. Wir sind frei und können nach Sucuraj fahren. Hier warten wir wieder sehr lange auf die Autofähre. Um diese Zeit ist der Fahrplan wirklich noch dürftig. Wenn nicht der Straßenbautrupp immer eine Fähre benötigen würde, wäre der nächste Start erst um 15 Uhr!
Etwas nach 12 Uhr trödelt die Fähre ein und lädt uns und die Baufahrzeuge auf. Wir kommen doch nach Dreveniu am Festland. Von hier geht es gleich nach Ploce und bei Crveni Grm kommen wir zur Grenze nach Bosnien. Wieder werden wir herzlich empfangen. Man möchte nur wissen, ob wir nach Medjugorje (Wahlfahrtsort) oder nach Mostar fahren.
Unsere Tour führt über Ljubuski, Studenci, Capljina nach Mostar. Die Einfahrt in die Stadt ist hässlich, man kommt überall an Kriegsruinen, die baufällig und ohne Fenster und Dächer als Mahnmal am Straßenrand stehen. Wir kreisen einmal, bis wir den Eingang in die Altstadt finden. Hier machen wir einen obligaten Gang über die wieder aufgebaute legendäre Brücke und genießen das orientalische Flair. Wir sehen überall touristische Stände mit Ramsch und kleine gemütliche Lokale. Leider haben wir nicht viel Zeit, da wir noch heute wieder zurück an die Küste möchten.
Außerdem sieht es sehr nach Regen aus. Nachdem wir unseren Obulus an den Parkwächter bezahlt haben, (wir durften direkt am Eingang in die Altstadt, neben einem sehr nett aussehenden orientalischen Gasthaus stehen bleiben) zischen wir ab. Wir fahren dieselbe Strecke bis zur Grenze, wie auf der Hinfahrt. Bei Crveni Grm kehren wir wieder nach Kroatien zurück. Danach geht es über Vrgorac und Ravca über die Berge und dann ein Stück der wundervollen Küstenstraße entlang bis nach Makarska. Hier suchen wir uns ein Quartier. Wir finden ein Apartment mit Hund, Küche, 2 Bädern und 2 Schlafzimmern. Wir kultivieren uns und machen einen Rundgang durch Makarska. Heute können wir uns in aller Ruhe erkundigen, wann die erste Fähre nach Brac abfährt. Wir essen im Restaurant Marco Polo an der Hafenmole. Es gibt Rotwein, Wasser, Kalbsmedaillons mit Karstschinken, Spaghetti Milanese und Salat und zum Abschluss Pelinkovac.
gefahrene KM: 302,8
12. Tag: Dienstag: 6. Mai 2008
Erich kauft heute für uns Frühstück. Ich koche Tee. Wir haben in der Küche eine Essecke,
leider ist der Balkon zu laut, um dort zu sitzen. Um 8 Uhr 30 fahren wir ab und um 9 Uhr startet die Fähre von Makarska nach Sumartin auf Brac. Am Schiff hört man den Ausspruch: „ Die Möwen scheissen schon“. Na dann müssen wir uns in Sicherheit bringen. Wir setzen alle unsere Halstücher als Hauben auf, aber eigentlich als Schutz vor dem Wind, der heute ziemlich bläst.
Momentan ist es auch noch ziemlich wolkig. In Bol lassen wir uns im Café Trmku auf Kaffee und Kuchen nieder. Ich mache auch noch einen Rundgang zum kleinen Hafen. Ich kann die Franz Josef Stiege bewundern. Sie sieht aber wie eine normale Stiege aus, nur eine Gedenktafel erinnert an den berühmten Begeher. Wir fahren zum Zlatni Rak, dem Goldenen Horn. Von oben sieht es ganz witzig aus, das meint ein Nackiger, der sich ins Wasser wagt auch, aber im Sommer möchte ich hier nicht wie eine Sardine untergebracht sein.
Wir besuchen das alte Bauerndorf Skrip. Kaum steigen wir vom Moped, kommt eine Omi zu uns, und schwärmt uns von ihrem Steinhaus, ihrem Schnaps und ihrem Olivenöl vor. Ich gehe mit ihr mit und sie zeigt mir einen uralten Keller voll mit Fässer und einer Olivenölwanne aus Stein mit Holzklappdeckel.
Sie kramt auch einen Zeitungsausschnitt hervor, wo man ein Foto von ihr selbst in ihrem Keller sehen kann und sie zeigt mir auch ein Stück Papier, wo man die Zertifizierung ihres Öles ablesen kann. Ich fotografiere und koste den Schnaps. Eine Flasche kaufe ich mir und dann gehe ich wieder zu den anderen.
Sie haben in der Zwischenzeit schon eine Bank zum Jausnen ausfindig gemacht. Anschließend sehen wir uns das restliche Dorf an. Eine Busgruppe ist leider auch unterwegs. Als nächstes sehen wir uns Milna an. Hier ist es schon so heiß, dass wir uns ein Eis genehmigen. Am Nachmittag fahren wir von Supetar nach Split.
Die Überfahrt dauert eine knappe Stunde, wir kommen um 15 Uhr 30 in Split an. Hier sehen wir bei der Fährausfahrt überhaupt keine Keiler. Dafür drehen wir eine Runde und kommen zu einem Platz, wo man in die Altstadt kommt und hier warten tatsächlich die Zimmerkeiler. Zuerst fahren wir mit einer jungen Frau mit, die ein richtig schmuddeliges Apartment im Keller anbietet. Wir verabschieden uns gleich und fahren den Hotelschildern nach. Leider finden wir nur ein 4 Sterne Haus im Zentrum, das jedoch 160 Euro verlangt.
Also suchen wir weiter. Bei einem Zimmervermieter fragen Margit und ich nach. Er kümmert sich rührend um uns und telefoniert alle ihm bekannten Vermieter ab. Leider scheint alles voll zu sein – es gibt ja ein großes Fest in der Stadt. Der nette Mann lässt uns von einem anderen netten Herrn abholen, der uns seine freien Zimmer zeigen möchte. Wir sind nicht begeistert.
Der Parkplatz wäre zwar in Ordnung – weg vom Schuss – aber im Freien, doch die Räumlichkeiten geben sonderbare Gerüche ab. Wir hauen wieder ab und der erste nette Mann wartet vor seinem Eingang schon wieder auf uns. Er meint, wir sollten nächstes Mal anrufen oder mailen.
Er hat sogar Besuch aus Australien. Wir beschließen nun, nach der Beschreibung im Reiseführer das Hotel Marijana und das Hotel Bellevue zu suchen, die sollten viele Zimmer haben die auch erschwinglich sind, so haben es uns auch die Passanten, die wir gefragt haben, erzählt. Wir müssen durch den Tunnel und fahren von der anderen Seite wieder auf das Zentrum zu. Bei einer Tankstelle tanken wir und fragen nochmals nach den beiden Hotels.
Das Marijana ist direkt gegenüber der Tankstelle – was für ein Wunder und das zweite weiter Richtung Zentrum. Wir fragen zuerst nach dem Preis im Marijana, der auf 120 Euro steht und das große Plus des Hauses ist die Garage, aber trotzdem fahren wir noch weiter zum anderen. Hier sieht es sehr antiquiert aus, der Preis wäre zwar günstig, aber parken müsste man auf der Straße. Das kommt natürlich nicht in Frage. Wir ziehen in das „Marijana“ ein. Und schon ist es 18 Uhr 30, also haben wir 3 Stunden für die Hotelsuche benötigt. Als wir uns restauriert haben, ist es bereits für Fotos zu spät. Wir schlendern durch die Gassen und um den Diokletianpalast und was es sonst noch alles zu sehen gibt. In der Altstadt lassen wir uns dann in der Pizzeria Fortuna nieder und laben uns bei 4 Pizzen, Wein, Bier und Wasser. Der Heimmarsch geht wie von selbst.
gefahrene KM: 136,4
13. Tag: Mittwoch: 7. Mai 2008:
Nach dem ausgiebigen Frühstück im Hotel, machen wir uns nochmals auf den Weg in die Altstadt.
Wir sehen die Scheinheiligen Bemützten aus dem Diokletianpalast kommen und eine Prozession anführen. Anscheinend sind alle Gemeinden der Region am Fest beteiligt und die Leute tragen schöne Trachten und eine Person der Gemeinde eine Tafel mit dem Wappen. Danach begeben wir uns zum Hotel zurück, ziehen uns um und moperln nach Trogir.
Hier wird wieder eingeparkt und eine Runde geschlendert. Wir besteigen den Turm der St.-Laurentius-Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert und genießen die Aussicht auf das Unesco Weltkulturerbe. Ich kaufe noch am Markt etwas Gemüse und dann jausnen wir in einem Park mit Blick auf das Moped. Der nächste Stopp findet in Primosten statt. Da bin ich vor Jahren schon vorbeigefahren, heute habe ich endlich die Gelegenheit, den Kern zu erkunden.
Wir trinken sogar am Hafen Kaffee und Wasser. Das nächste Ziel ist der Krka Nationalpark. Dazu wollen wir uns in Skradin einquartieren, weil man von hier aus mit dem Schiff in den Nationalpark fahren kann. Zuerst suchen wir in der ersten Reihe, aber ohne Erfolg. Es gäbe zwar ein Zimmer, aber das ist zu wenig. Also machen wir uns weiter auf die Suche. Entlang der Straße sieht man einige Zimmerankünder.
In jeder Seitengasse werden Unterkünfte angeboten. Wir fragen beim Ersten in einer sehr engen Gasse. Zuerst denken wir uns, dass man nicht einmal mit dem Moped durchfahren kann, doch die Zimmermutti meint, wir dürfen uns trotz des Fahrverbotes hereinwagen. Viele Pekinesen liegen auf der Stiege des Apartmenthauses. Die Zimmerwirtin heißt uns willkommen. Wir dürfen den Kühlschrank des Apartments im 1. Stock mitbenutzen.
Unsere Zimmer sind im Turm. Wir wollen 2 Nächte bleiben, und den morgigen Tag im Nationalpark verbringen. Die Gastgeberin bietet uns gleich Wein und Schnaps an. Momentan greifen wir aber noch nicht zu. Es ist doch noch zu früh am Nachmittag. Franz und ich machen einen Spaziergang zum Hafen und kaufen Salzmandeln, Feigen und – Schnaps am Stand. Außerdem kaufen wir einige Biere im Konzum. Vor dem Abendessen drehen wir eine Runde in der Gasse wo sich die beschädigte Kirche befindet. Einige Häuser sind schon traumhaft renoviert, doch manche sind noch sehr „abgeblättert“. Im Hafen haben Margit und ich bei unserer Zimmersuchrunde das Lokal „Marina“ entdeckt,
das unseren Ansprüchen genügen sollte. Aber leider ist alles Täuschung. Dadurch, dass hier alle Boote anlegen und die Seemänner im Lokal einkehren, sind die Preise sehr überteuert und die Kellner sind eher Animateure, die sich für ein gutes Trinkgeld zum Pausenclown verwandeln. Wenn wenigsten das Essen gut wäre! Franz gönnt sich das Rumsteak, ich bekomme Tagliatelle mit Gemüse und zum Trinken gibt es Wein und Wasser, aber die Rechnung ist geschmalzen! Wir trinken noch Bier und Schnaps am Balkon unseres Turmes. Hier braucht man sich die blöden Sprüche der Animateurkellner nicht anzuhören.
gefahrene KM: 114,9
14. Tag: Donnerstag: 8. Mai 2008:
Heute müssen wir leider wieder in das „Marina“ um zu frühstücken. Wir haben leider keine andere Wahl.
Im Zimmer gibt es keine Kochgelegenheit und es hat kein anderes Lokal geöffnet - außer einigen Cafés. Der Dodl vom Dienst im „Marina“ wirft uns die Tischtücher über die Schultern und meint wir sollen nun arbeiten, denn er hätte schon die ganze Nacht über gearbeitet, nun sind wir dran. Ich bestelle ein Käsesandwich und Franz das Dalmatinische Frühstück um 7 Euro.
Er erhält eine Eierspeise mit höchstens 1 Ei und einem winzigen Blättchen Schinken. Für das Extrabrot muss extra bezahlt werden und den Saft will er zuerst auch unterschlagen. Er trödelt so lange, bis wir das erste Boot in den Nationalpark versäumen und fast wäre auch das nächste weg gewesen. So ein blöder Heini! Mit dem 10 Uhr Boot kommen wir dann mit, es ist eine wunderschöne Fahrt zum Eingang des Nationalparks.
Hier bezahlen wir Eintritt und dann können wir die Steige entlang des großen Wasserfalles bergauf gehen. Die Segelgruppe, die gestern im Marina saß, steigt auch mit auf. Wir trödeln dann so viel, dass wir übersehen, dass wir uns am Steig befinden, der wieder abwärts führt, aber wir wollten eigentlich die lange Bootstour zum Kloster unternehmen. Also marschieren wir die letzten Steige wieder zurück und suchen den Weg zur Abfahrt des 2. Bootes. Leider kommen wir zu spät, denn es ist ausgebucht.
Aber wir wären nicht in Kroatien, wenn nicht schon ein Fischer die Idee hat, mit uns 4 seine eigene Tour zu fahren. Eine halbe Stunde später – zum selben Preis. Wir kommen zum Maslina Kloster, wo wir uns Zeit nehmen können, soviel wir wollen und dann geht es zum Roski Slap. Hier fährt der Fischer natürlich so knapp wie nur möglich am Wasserfall entlang, sodass wir nass gespritzt werden,
dafür dürfen wir an der Haltestelle aussteigen und er empfielt uns seinen Freund oder Bruder „Christian“, der einen urigen Buschenschank unterhält. Hier lassen wir uns bequem nieder. Der Wirt kommt schon mal mit einem 6er Tragerl voll mit verschiedenen Weinen und Schnäpsen. Er verschafft uns auch eine kalte Platte mit herrlichem Käse und Schinken. Dazu trinken wir guten Wein und am Ende auch noch Schnaps. Auf der Heimfahrt sind wir schon bedudelt. Der Fischer bringt uns heil zurück und per Pedes geht es den ersten Wasserfall entlang wieder zur 1. Bootsanlegestelle. Dieses Boot bringt uns dann wieder nach Skradin zurück. Heute am Abend meiden wir das Marina und kehren in der Konoba „Cantinetta“ ein. Es gibt Tomatensuppe und Spaghetti mit Trüffeln, Steak, Salat, Bier und Wasser. Wir gönnen uns auch noch ein Bier am Turm.
gefahrene KM: 0
15. Tag: Freitag: 9. Mai 2008
Wir bekommen heute Kaffee und Tee von der Vermieterin, als sie uns Brot und Strudel kaufen sieht – das ist ein netter Service.
Margit und Erich haben leider beschlossen, dass sie aus privaten Gründen vorzeitig nach Hause zurückkehren. Wir finden das sehr schade, weil es einen großen Verlust darstellt, gondeln aber ab sofort alleine weiter. Zuerst wollen wir uns den Roski Slap von gestern noch am Landweg ansehen, aber leider ist die Straße gesperrt. Dann begeben wir uns eben in das heiße Sibenik.
Wir haben die Mopedn leider weit außerhalb stehen und müssen in das Zentrum latschen. Es geht über 1000 Stufen bergab und dann wieder bergan, aber wir sehen den Dom und die engen Gässchen, die im Reiseführer beschrieben sind. Dann erklimmen wir wieder den Berg mit dem Kastell und dahinter ist schon das Moperl versteckt. Als nächstes lockt uns Murter.
Hier kann man Ausflüge in den Nationalpark Kornaten unternehmen, das wäre auch einmal eine feine Geschichte. Wir aber fahren bis zum letzen Zipfl und suchen uns ein traumhaftes Jausenplatzerl am Strand. Nach erfolgter Stärkung geht es über Biograd und Zadar. Franz erzählt mir fünfmal, dass er diese Stadt schon besucht hat.
Wir finden eine nette Privatpension am Put Dikla 21. Wir machen uns auf einen Fußmarsch in die Altstadt. Am Narodni Trg mit Blick auf das Rathaus bekommt Franz seinen Kaffee. Wir gehen dann zur Cerkva (Kirche) SV. Sime, zum Platz mit den fünf Brunnen, der Trg pet Bunara, wo sich das schöne Landtor befindet.
Dann kommen wir zum Kloster St. Michael und zum Kloster St. Mary, wo wir uns das Treasury in zwei Stockwerken ansehen. Den Turm der Kirche St. Donata besteigen wir als nächstes. Hier ist der Ausblick wunderbar! Gleich danach kommt die Kathedrale St. Anastasia.
Im Franziskaner Kloster wird der Kreuzgang bewundert und danach hören wir uns die Meerorgeln an. Hier werden Stufen so vom Meer unterspült, dass wunderschöne Orgeltöne dabei herauskommen. Dazu das rauschende Meer – ein Traum! Franz ist vom öffentlichen WC begeistert, es ist sehr sauber und kostet nichts. Wir suchen noch den Markt, leider ist er um diese Zeit nicht fequentiert und daher kehren wir zur Konoba Skoblar am Platz der fünf Brunnen zurück, um zu Abend zu essen. Hier kommen immer wieder junge festlich gekleidete Leute vorbei, die Whiskey trinken. Wir lassen uns von unserer Tischnachbarin, die aus Amerika kommt und einen Kroaten geheiratet hat, erklären, dass die Youngsters „Graduation“ feiern. Am Ende kommen alle in unser Lokal, auch Lehrer schließen sich an und feiern im Innern des Gasthauses recht laut und ausgiebig. Wir sind mit dem Speisen bald fertig und daher können wir den Heimmarsch antreten. Am lauten Balkon unseres Apartments trinken wir noch einen mitgebrachten Travarica.
gefahrene KM: 171,1
16. Tag: Samstag: 10. Mai 2008:
Franz kauft beim Bäcker Süßes zum Frühstück, ich koche in der Zwischenzeit Tee. Wir essen am Balkon. Kurz nach 9 Uhr machen wir uns bereits auf die Socken. Um nach Nin zu kommen, geraten wir beim ersten Anlauf in eine Baustelle mit grausigem Schotter, sodass wir umkehren und uns eine andere Möglichkeit suchen.
Wir schaffen es trotzdem und können uns die kleinste Kathedrale im ältesten Ort in Kroatien ansehen. Menschen aus mehreren Bussen übervölkern den Ort und versammeln sich vor der Kirche. Ein Pater liest eine Messe. Wir finden am Plaze Mandlo unter zwei Palmschirmen einen schönen Jausenplatz.
In Novalja gibt es Palmen. Wir fahren auch über Zigljen und nehmen die Fähre nach Prizna. Nach einer halben Stunde spürt das Moped wieder Asphalt unter den Rädern. Wir gelangen bald nach Karlobag, die Kurvenstraße nach Gospic, Licki, Osik, Korenica und Plitvice. Am Eingang zum Nationalpark erkundige ich mich bezüglich Unterkunft und Dauer der Besichtigung.
In der Zwischenzeit wird Franz schon wieder von einem Zimmerkeiler belagert. Er lässt sich wieder überreden, mitzufahren, aber wie schon so oft, ohne Erfolg. Sein Apartment ist abgewohnt und muffig. Wir suchen uns selbst etwas und finden beim 2. Versuch auch das Richtige für uns. Eine schöne drei Sterne Frühstückspension mit deutsch sprechender „Mutti“. Man erklärt uns auch wie wir morgen am Besten in den Nationalpark kommen, ohne viel Geld für den Parkplatz auszugeben. Wir können gleich hinter dem Haus einen Waldweg entlang gehen und auf der anderen Seite gelangen wir dann direkt zum Eingang. Das Moped mit unseren Sachen können wir in der Pension lassen und wir können uns dann auch noch umziehen und reisefertig machen.
Heute am Abend stärken wir uns noch im Bistro „Skrjalise“ direkt am Schilift, mit einer Forelle und einem Salat und einer Gemüsesuppe und einem Djuvedschreis und 3 Bieren.
gefahrene KM: 251,7
17. Tag: Sonntag: 11. Mai 2008
Heute frühstücken wir bereits um 8 Uhr, damit wir gleich loslegen können.
Die Mopedklamotten können wir im Frühstücksraum deponieren. Der Weg, den man uns beschrieben hat, stimmt genau. In 15 Minuten sind wir am Eingang des Nationalparks. Zuerst informieren wir uns über die verschiedenen Möglichkeiten. Es gibt Touren zwischen 3 und 8 Stunden, je nachdem welche Strecke man zu Fuß geht, oder als Alternative das Boot oder den Zug nimmt.
Im Eintrittspreis ist beides inkludiert. Wir entscheiden uns für die 4 bis 6 Stunden H Route. Dazu fahren wir mit dem Unimogzug ganz an das obere Ende des Parks und gehen die Etagen hinunter. Zwischendurch nehmen wir auch ein Boot, damit wir auch das kennenlernen und das letzte – für mich das schönste Stück – gehen wir wieder zu Fuß. Am Boot treffen wir auf eine Seniorengruppe,
die abwechselnd Englisch und dann wieder eine komplett unverständliche Sprache sprechen. Ich kann mir nicht verkneifen, meine Sitznachbarin zu fragen, woher die Gruppe kommt. Sie antwortet – aus Malta. Na Maltesisch ist aber eine komische Sprache! Nach der Bootstour gönnen wir uns eine Rast im Selfservice Lokal mit 2 Sandwiches und 2 Getränken. Zuletzt legen wir einen Fußmarsch hin, der uns zum unteren Aus –bzw. Eingang führt. Wir gehen die 4 bis 6 Stunden Tour in 3 ¼ Stunden. Wenn man vorher wüsste,
dass man bei diesem Eingang einfach von der Straße aus in den Park einsteigen und sich die Eintrittsgebühr sparen könnte. Aber wir sind brave Nationalparkunterstützer, also kommt das nicht in Frage. Dafür können wir dann aber auch mit dem Unimog zurück zum Ausgangspunkt fahren.
Im Imbissladen der Endstation verblättern wir unsere letzten Kuna und tauschen sie gegen überteuertes Mineralwasser, Apfelstrudel und Kaffee ein. In Kürze werden wir über die Grenze fahren und wieder Euro ausgeben dürfen. Vorher marschieren wir noch zur Herberge zurück und rüsten uns für die Weiterfahrt. Wir nehmen die rote Einser nach Karlovac, Juravski Brod und Metlika. In Kürze sind wir in Novo Mesto in Slowenien und finden die 4 Sterne Pension „Ravbar“. Zum Abendessen empfiehlt man uns die Pizzeria an der Brücke. Ich möchte vorher noch gerne eine Fotorunde drehen. Leider müssen wir die Runde zweimal gehen, weil wir das Esslokal nicht finden und anscheinend kein anderes geöffnet hat!
Letztendlich schaffen wir es doch und verzwicken eine Pizza Siciliana, einen Grska Solata ( Griechischen Salat) und Ravioli Gratinati und 2 große Biere.
Gestärkt können wir dann die letzten Meter unseres Heimweges antreten.
Das Apartment ist wunderprächtig und jedes seiner 4 Sterne wert.
gefahrene KM: 158,8
18. Tag: Montag: 12. Mai 2008:
Das Frühstück hat auch 4 Sterne, wir bekommen alles was unser Herz begehrt und auch noch mehr in Form eines Bildbandes,
der im Frühstücksraum ausgestellt ist.
Der Sohn des Hausherrn ist Meisterfotograf und gleichzeitig Weltreisender. Er hat von seiner 2 Jahre langen Reise ein wunderschönes Buch zusammengestellt. Wer Slowenisch kann, könnte sich über die Webseite: www.ravbar.org
informieren. Wir reisen um 9 Uhr 15 ab und wieder bei strahlendem Sonnenschein, wie übrigens bei 17 unserer Reisetage, geht die Fahrt zum Schoßhotel Otocec, von dem wir noch Fotos machen möchten, dann über Mokronog, Sentjanz, Zidani Most und Lasko, wo das bekannte Bier gebraut wird und um 1 Uhr erreichen wir Celje. Hier fahren wir zur Burg, die gerade restauriert wird und wir sehen uns auch die Altstadt an. Franz lernt einen älteren Herrn kennen, der sich unbedingt mit ihm fotografieren lassen möchte und der einen Abzug erhalten möchte. Er selbst zeigt ein vergilbtes Foto mit einem Fußballer her, keine Ahnung was er uns damit erzählen möchte. Als ich in einer Altstadtgasse Fotos mache, kommt ein anderer Einheimischer auf mich zu und zeigt mir eine 500 Jahre alte Marienstatue in einer Mauernische, die komplett mit Taubenkacke verunziert ist. Er gibt mir den Auftrag,
ein Foto zu erstellen und es überall zu zeigen, damit der Missstand bekannt wird und die Stadtväter von Cilli endlich etwas unternehmen. Mal sehen, ob das Foto in der Webseite jemanden erreicht, der Einfluss hat. Es wäre wirklich wünschenswert!
Wir aber müssen leider nach Hause und nehmen die Strecke über Velenje und Dravograd. In Muta frönen wir noch einmal der Slowenischen Völlerei in der Gostilna "pri Lipi" (bei der Linde). Leider hat unser Lieblingswirt an der Tankstelle heute schon wieder geschlossen.
Nach 2.639 erfolgreichen unfallfreien Kilometer landen wir wieder daheim.
gefahrene KM: 195,7

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